„Dafür bin ich zu dick.“ Diesen Satz haben wahrscheinlich schon viele Plus Size Frauen gedacht, bevor sie überhaupt einen Fuß in ein Pole-Dance-Studio gesetzt haben. Zu schwer für die Pole? Nicht fit genug? Und überhaupt: Kann Pole Dance mit Kurven wirklich sexy aussehen? Rund um Plus Size Pole Dance Tänzerinnen halten sich erstaunlich viele Vorurteile. Zeit, fünf dieser Mythen in die Mülltonne zu werfen: Pole Dance ist für alle!
Inhaltsverzeichnis
- Mythos 1: Plus Size Tänzerinnen existieren nicht im Pole Dance
- Mythos 2: Zu schwer für die Pole?
- Mythos 3: Man muss schlank und sportlich sein
- Mythos 4: Plus Size Pole Dance ist nicht sexy
- Mythos 5: Für immer nur die Basics
- Fazit
Mythos 1: Plus Size Tänzerinnen existieren nicht im Pole Dance
Wer auf Instagram, Bühnen oder Blogs fast ausschließlich schlanke, muskulöse Tänzerinnen sieht, könnte tatsächlich den Eindruck bekommen, Plus Size Pole Dancerinnen seien eine seltene Ausnahme. Es kann sogar sein, dass man die einzige vollschlanke Tänzerin im Pole Dance Studio ist.
Doch die Realität sieht anders aus! Es gibt viele kurvige Pole Dancerinnen, die trainieren, Tricks lernen, an Wettbewerben teilnehmen und ihre Leidenschaft für den Sport teilen. Das Problem ist also nicht ihre Existenz, sondern ihre Sichtbarkeit. Und genau deshalb ist mehr Repräsentation so wichtig.
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Mythos 2: Zu schwer für die Pole?
Eine Pole Dance Stange ist kein magischer Kleidergrößen-Detektor. Sie interessiert sich nicht dafür, ob du Größe 36 oder 56 trägst. Beim Pole Dance kommt es auf Kraft, Technik, Flexibilität, Körperspannung und Training an. Natürlich kann sich das Körpergewicht und der Körperumfang bei bestimmten Tricks auf die Ausführung auswirken. Aber das gilt grundsätzlich für jeden Körper.
Geschulte Trainer sind in der Lage Tricks und Bewegungen an deinen Körper anzupassen.
Grundsätzlich gilt: Wer größer oder schwerer ist, muss mehr Gewicht heben. Die Muskeln müssen mehr arbeiten – und das braucht Zeit und Training. Lass dich davon nicht irritieren.
Mythos 3: Man muss schlank und sportlich sein
Der klassische „Pole-Körper“ ist ein Mythos, der sich erstaunlich hartnäckig hält – nicht zuletzt über visuelle Plattformen wie Instagram und Youtube.
Für Pole Dance brauchst du weder eine bestimmte Kleidergröße noch eine bestimmte Körperform. Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer entstehen durch Training.
Und auch wenn manche Tricks mit bestimmten Körperproportionen leichter oder schwieriger sein können, gilt das für alle Tänzerinnen. Jeder Körper bringt seine eigenen Herausforderungen und Vorteile mit.
Ein überraschender Vorteil für Plus Size Tänzerinnen: wer mehr Körperumfang hat, hat in der Regel auch mehr Hautoberfläche und somit besseren Halt.
Mythos 4: Plus Size Pole Dance ist nicht sexy
Pole Dance kann sexy, elegant, verspielt, kraftvoll, akrobatisch oder dramatisch sein. Und das gilt für jeden Körper.
Trotzdem wird Plus Size Frauen täglich in den Medien (und der Gesellschaft) vermittelt, sie müssten ihren Körper möglichst verstecken und dürften sich nicht sexy, sinnlich und selbstbewusst präsentieren.
Pole Dance kann dabei helfen, genau diese Vorstellungen über den eigenen Körper zu hinterfragen. Am Anfang kann es Überwindung kosten sich im Spiegel in Shorts und Sport-BH tanzen zu sehen. Doch wer sich erlaubt Raum einzunehmen, wird schnell fest stellen, dass Body Waves und rollende Bewegungen leichter zu steuern sind, wenn man bereits kurvenreich unterwegs ist. Du brauchst keine Diät – sondern Selbstvertrauen!
Mythos 5: Für immer nur die Basics
Auch dieser Mythos hält sich hartnäckig: Kurvige Tänzerinnen würden vielleicht ein bisschen tanzen, aber die wirklich anspruchsvollen Tricks seien ihnen vorbehalten. Die Realität? Plus Size Pole Dancerinnen trainieren Spins, Inverts, Drops, Flexibility und anspruchsvolle Choreografien genauso wie andere Pole Dancerinnen.
Manche Tricks funktionieren mit einem bestimmten Körper vielleicht anders oder erfordern individuelle Anpassungen. Aber anders bedeutet nicht automatisch unmöglich. Bestes Beispiel: der Pole-Handstand von thefamousmsvargas
Erfahrung Anna: Mein persönlicher Endgegner ist der (Aerial) Invert in den Straddle. Es wird noch einiges an Training brauchen bis ich meine Kiste ohne Schwung über Kopf hieven kann. Aber dafür liefern meine Oberschenkel extra viel Gripfläche in Seats und Laybacks.

Fazit: Dein Körper ist kein Hindernis.
Plus Size Pole Dance ist kein eigener Sport mit weniger anspruchsvollen Regeln. Es ist Pole Dance. Punkt.
Dabei bringt jeder Körper seine eigenen Herausforderungen mit. Und das gilt für jeden Menschen – unabhängig von Gewicht, Größe oder Körperform. Der wichtigste Schritt ist deshalb oft nicht der erste Trick an der Pole, sondern überhaupt den Mut zu haben den Raum zu betreten.

